Wer will oder wollte eigentlich eine generelle Anleinpflicht für Hunde im Kaifu-Grünzug?

Walter Müller, der sehr aktive Unterstützer der KaifuDogs-Initiative, lässt nicht locker und verlangt weiter Antworten. Folgenden Brief hat er an den Eingabedienst der Hamburgischen Bürgerschaft, die Mitglieder der Bezirksversammlung Eimsbüttel, die Isebek-Initiative und NABU-Gruppe Eimsbüttel, den NABU und das Bezirksamt Eimsbüttel geschrieben.

Wie immer Walter, herzlichen Dank für deine Unterstützung und Hartnäckigkeit. Wir sind gespannt, ob du jetzt eine Antwort von irgendjemandem erhältst.

Sehr geehrte Damen und Herren,

in meiner Mail „ Trickserei rund um den Isebek Park / 13.06.2017“ hatte ich Sie mehrfach aufgefordert, die Kernfrage“ wo es denn nun Schwarz auf Weiß und für jedermann klar erkennbar in den öffentlichen Schriftstücken rund um die Bürgerbegehren steht, dass ein Großteil der Erholungsflächen des Isebek-Parks für die Nutzung als Vergnügungs – Sportpark wegfallen und der Rest nur für eine „sanfte“ Nutzung zu Verfügung stehen und das es eine generelle Anleinpflicht für Hunde im heutigen Isebek-Park und einen Wegfall der Hundeauslauffläche geben soll“, zu beantworten.

Nicht nicht nur ich , mittlerweile sind es Tausende, darunter sehr viele von den 12.600, die mit ihrer Unterschrift den grandiosen Erfolg des 1. Bürgerbegehren „Hände weg vom Isebek!“erst ermöglicht haben, warten auf eine Antwort von Ihnen. Sie möchten auch eine Erklärung von Ihnen, Herr Dr. Duchrow und den Mitgliedern der Bezirksversammlung haben, wie es dazu kommen konnte, dass nach der sehr peinlichen Vorgeschichte jetzt ein drittes Bürgerbegehren notwendig ist, um endlich die zwei voran gegangenen Bürgerbegehren ihrem Sinn entsprechend, rechtsgültig umzusetzen zu können.

Sie verweigern bisher eine Antwort.

Hier ein Kommentar zu Ihrer Verweigerungstaktik:„ Ich bin gespannt, ob es eine Antwort der honorigen Herren (Anm: und Damen) gibt, die uns alle hintergangen haben bei der Unterschriftensammlung, auf die auch ich reingefallen bin. Nie und nimmer hätte ich, und mit Sicherheit tausende Andere dies unterschrieben – all diese Unterschriften sind unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zustande gekommen! Was sind das bloß alles für Pharisäer… Einmal mehr : Pfui Teufel ihr „angeblichen“ Volksvertreter, die ihr, ohne rot zu werden, ? uns einfach so belügt!“

So wirkt Ihr Tun Und Handeln auf Ihre Wähler.

Sie,Herr Dr. Duchrow , Herr Porschke, die Grünen, die SPD, die CDU und die Linke sind bisher den Beweis schuldig geblieben, dass die „ Sanfte Nutzung “und der „ Wegfall Hundeauslaufzone / Anleinpflicht“ ein Bestandteil der rechtsgültigen zwei Bürgerbegehren sind. Angesichts Ihrer jetzigen Park-Veränderungsmaßnahmen wäre es aber höchst zweifelhaft, ob die zwei Bürgerbegehren überhaupt erfolgreich abgeschlossen wären. Oder sind Herr Dr. Duchrow, und die Vertrauensleute der Isebek-Initiative etwa auf die Sport-Spaß-Spiel-Musik-Grill und Hunde Parkbenutzer zugegangen und haben bei der Bitte um Unterschrift für die zwei Bürgerbegehren darauf hingewiesen, dass man einen Park mit „sanfter Nutzung“ und ohne Hundeauslauffläche plane und deswegen „störende Nutzungen“ in nahegelegene Freiflächen verlagert möchte? Sind Sie nicht! Und damit haben Sie, Herr Dr. Duchrow, Verrat begangen.

Wahr ist:

Weder im rechtsgültig beschlossenen Bürgerbegehren „Hände weg vom Isebek “ noch im rechtsgültig beschlossenen Bürgerbegehren „Für die Respektierung des Bürgerwillens in Eimsbüttel “ wurde darüber abgestimmt, ob ein Großteil der Erholungsflächen des Isebek-Parks für die Nutzung als Vergnügungs – Sportpark wegfallen und der Rest nur für eine „sanfte“ Nutzung zu Verfügung stehen soll und ob es eine generelle Anleinpflicht für Hunde im heutigen Isebek-Park oder einen Wegfall der Hundeauslauffläche geben soll oder nicht.

Herr Dr. Duchrow , der sich sehr gerne als demokratisch le¬gi¬ti¬mie¬rter Repräsentant der beiden Bürgerbegehren sieht, hat kein Problem damit, ein Großteil der Befürworter in seinen Planungen nicht zu berücksichtigen und aus dem Park zu verbannen! – und dass mit Unterstützung der Bezirksversammlung und des Bezirksamts. Herr Dr. Duchrow, der anderen gerne vehement undemokratische Verhaltensweisen vorwirft (Hallo SPD!!!), muss sich gefallen lassen, dass er selbst keinen Deut besser ist.

Soviel Ignoranz dem Mehrheitswillen der Bürgerinnen und Bürger gegenüber, ist unerträglich.

Schon vor den Bürgerbegehren hat Herr Dr. Duchrow versucht, die „ Sanfte Nutzung“ und den „ Wegfall Hundeauslaufzone / Anleinpflicht“ der Bezirksversammlung, dem Kernausschuss und dem Bezirksamt Eimsbüttel schmackhaft zu machen.

Hier zwei Beispiele:

Anmerkungen zu der vorgeschlagenen „Neugestaltung des Grünzuges an der Isebek / 10. April 2006 (Anlage A)

Seite 6 : „ …. Unschwer ließen sich in den verkehrsarmen Straßen oder auch auf den zahlreichen Sportplätzen im Umfeld des Isebekparks attraktive Jogger-Laufstrecken einrichten, die den Nutzungsdruck durch Jogger auf den Isebek-park mindern würden….“ und „ ….ließe sich durch eine vernünftige Unterhaltung und Bereithaltung der bestehenden Anlagen des Isebekparks und durch eine teilweise Verlagerung der geforderten Nutzungen in nahegelegene Freiflächen hinreichend befriedigen ….“

Plädoyer für den Schutz des Isebekparks vor freilaufenden Hunden / 07.Mai 2007 (Anlage B)

Seite 2 “ …Auch in den übrigen Teilen des Isebekparks sollte die Anleinpflicht ohne Ausnahme gelten…“ …Es wäre für Hunde und Hundehalter nicht zumutbar und auch realitätsfremd, würde man im Isebek-park die Anleinpflicht aufheben und doch gleichzeitig den Auslauf abseits der Wege nicht gestatten…“. Schon 2007 verwies Herr Dr. Duchrow darauf hin (Anlage B) , dass “ …. Eine Ausweisung von Hundeauslaufzonen gemäß § 9 Abs. 3 HundeG ist – zusätzlich zu den bereits nach § 8 Abs. 3 HundeG ausgewiesenen Flächen – in unmittelbarer Nähe des Isebekparks auf folgenden Grünflächen geringerer ökologischer Wertigkeit und weniger intensiver Freizeitnutzung möglich…“ ( Damals wie heute schlicht und ergreifend falsch.)

Mit diesen Beispielen wäre allerdings die Kernfrage, wo`s denn steht, beantwortet. An die Mitglieder der Bezirksversammlung der Hinweis bevor Sie evtl. auf „dumme“ Gedanken kommen : Die genannten Schreiben waren zu keinem Zeitpunkt Bestandteil der zwei Isebek Bürgerbegehren.

Sie sind aber ein sehr starkes Indiz dafür, dass Herr Dr. Duchrow und die Vertrauensleute der Isebek-Initiative mit den Bürgerbegehren andere als die in den Begehren genannten Ziele verfolgt haben.

Aus Ihren Kreisen ist zu hören, die zwei Bürgerbegehren hätten interpretiert, mit Inhalt und sogar Leben gefüllt werden müssen, um sie umsetzen zu können. Was erstaunt. Noch erstaunlicher Weise ist, dass dabei die nicht zu den Bürgerbegehren gehörenden Vorstellungen des Herrn Dr. Duchrow „ Sanfte Nutzung“ und der „ Wegfall Hundeauslaufzone / Anleinpflicht“ von Ihnen in die Begehren hinein interpretiert wurden. Das lässt böses ahnen. Nun weiß man aber seit Sherlock Holmes das es keine Zufälle gibt – also , meine Damen und Herren, es steckt Absicht dahinter!!!

Wenn der NABU, und hier höchst selbst der 1. Vorsitzende, Herr Porschke, einer sehr breiten Öffentlichkeit gegenüber behauptet, Hundeauslaufflächen und Leinenbefreiung ließen sich nicht mit den zwei rechtsgültigen Bürgerbegehren Isebek-Park vereinbaren und sogar mit einer Klage droht – tja, wenn man so laut und deutlich etwas in der breiten Öffentlichkeit behauptet und auch noch droht, dann sollte man schon wissen „wo`s denn nun steht“ was man behauptet – bevor man als Papiertiger endet. Herr Porschke, wo steht`s denn nun?

Übrigens, es ist der selbe Herr Porschke, der noch 2010 als 1. NABU Vorsitzender sich vehement für den Bau einer großen Büro¬immobilie zwischen Isebekkanal und U-Bahnhof Hohe¬luftbrücke in Hamburg-Eimsbüttel ausgesprochen hat und sich gegen das Bürgerbegehren der Isebek-Initiative. gewandt hat.

http://www.planten.de/…/isebek-naturschutzbund-soll-buerob…/

https://hamburg.nabu.de/…/stadtentwi…/isebekkanal/index.html

http://www.abendblatt.de/…/Dicke-Luft-um-Kontorhaus-an-der-…

Tausende wollen nun endlich vom Bezirksamt und der Bezirksversammlung wissen , was es mit dem Schreiben des ehemalige Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke vom 12.09.2016, dass im Isebek-Park „außer pflegerischen Maßnahmen, keine wesentlichen Veränderungen geplant sind“ auf sich hat. Herr Sevecke schweigt weiterhin beharrlich – das scheint in Ihren Kreisen ein gebräuchlicher Politikstil zu sein – nun ist sein Nachfolger, Herr Gätgens, gefordert. Herr Gätgens, übernehmen Sie Verantwortung, klären Sie auf!

Wühlt man sich durch die vielen Schriftstücke rund um die Umsetzung der Bürgerbegehren, kommt folgendes Muster zu Tage: Der Runde Tisch beschließt, der Kernausschuss stimmt zu, die Bezirksversammlung nickt dann ab. Ist Herr Dr. Duchrow und der NABU mal unzufrieden mit der Umsetzung oder mit den vom Bezirk beauftragten Sachverständigen oder Gutachten, verlässt man halt den Runden Tisch , sagt nun will man nicht mehr, droht z,B. wie bei den Auslaufflächen mit Klage , kommt wieder zurück, wenn die vom Bezirk bestellten Gutachter durch selbst vorgeschlagene ersetzt wurden und zieht sein Konzept durch. Sehr geehrte Damen und Herren der Bezirksversammlung und des Bezirksamts Eimsbüttel man hält Ihnen das Stöckchen vor die Nase und Sie springen darüber. Applaus!

Sehr geehrte Damen und Herren der Bezirksversammlung und des Bezirksamts Eimsbüttel, Sie tragen die Verantwortung, dass Nutzergruppen aus dem Isebek-Park vertrieben werden, weil Sie frühere Vorstellungen des Herrn Dr. Duchrow , die nicht Bestandteil der Bürgerbegehren waren, unter dem Deckmantel „Umsetzung der zwei rechtskräftigen Bürgerbegehren“ verwirklicht haben.

Sie haben die zwei rechtskräftigen Bürgerbegehren nicht rechtmäßig umgesetzt; sondern deren Inhalt bis zu Unkenntlichkeit verfremdet, verdreht und entstellt. Oder sind Sie der Meinung, dass die Sport-Spaß-Spiel-Musik-Grill und Hunde Parkbenutzer die zwei Bürgerbegehren unterstützt hätten, wenn man sie darauf hingewiesen, dass man einen Park mit „sanfter Nutzung“ und ohne Hundeauslauffläche ohne sie plane und deswegen sie als störende Nutzungen in nahegelegene Freiflächen verlagern möchte?

Sehr geehrte Damen und Herren der Bezirksversammlung Eimsbüttel, Sie sind ihren Wählern!!! und nicht Herrn Dr. Duchrow oder dem NABU verpflichtet. Stehen Sie zu der Verantwortung Ihren Wählern gegenüber. Ich fordere Sie erneut auf, die Maßnahmen „ Sanfte Nutzung“ inklusive Flächenreduzierung für die Nutzer sowie die Einführung der generellen Anleinpflicht “ umgehend zu stoppen und rückgängig zu machen. Beraten Sie darüber z.B in der Sitzung des Kerngebietsausschusses am 10.07.2017. Ferner fordere ich Sie auf, Ihr Verhalten hinsichtlich der Umsetzung der zwei rechtskräftigen Bürgerbegehren von einen unabhängigen Gutachter überprüfen zu lassen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Mit freundlichen Grüßen

Walter Müller

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