Die Geschichte des Isebekkanal

Schwäne und Tauben am Ufer des MansteinparksAlles begann mit dem kleinen Fluss Isebek, der von Bahrenfeld bis zur Alster führte. Im Zuge der stärkeren Besiedelung der Region wurde die Isebek 1633 zum ersten Mal reguliert und 1646 dann zum Isebekkanal ausgebaut. Zum einen um besser bauen, aber auch um Waren über den Kanal leichter transportieren zu können. Durch die Kanalisierung wurde der Isebekkanal zu einem stehenden Gewässer – bis heute.

1883 wurde der Isebekkanal erneut umgestaltet und mit einem Stammsiel versehen, das Regen- und Abwasser in den Kanal führte. Die nächste große bauliche Veränderung folgte 1988, mehr als 100 Jahre später. Unter ungünstigen Bedingungen reicherte sich das Wasser aufgrund der geringen Strömung zu sehr mit Nährstoffen an. Deshalb wurden Rohre im Kanal verlegt, um ihn bei Bedarf mit Sauerstoff anzureichern. Ohne diese Rohre wäre ein Leben für Fische im Kanal nicht länger denkbar gewesen. Als die Anlage um 2001 ausfiel, starben die meisten Fische im Kanal.

Blick auf den Isebekkanal vom MansteinparkZu Beginn des 20ten Jahrhunderts verlor der Isebekkanal für den Warentransport an Bedeutung. Daher wurde der größte Teil zugeschüttet und bebaut. Als in den 70er Jahren der verbliebene Isebekkanal zugeschüttet werden sollte, gründete sich eine Bürgerinitiative „Rettet den Isebekkanal“. Die Initiative hatte Erfolg und in den Folgejahren wurde die Uferkante neu bepflanzt.

Heute beginnt der Isebekkanal am Weidenstieg und verfügt nur noch über einen geringen Zufluss aus der größtenteils verrohrten Osterbek.

Als der Bezirk Eimsbüttel nun wieder Baumaßnahmen am Isebekkanal plante, brachte es die Bürger erneut auf den Plan. Sie gründeten die „Isebek Initiative“. Auch diese Bürgerinitiative war erfolgreich und führte zu einem Bürgerentscheid.  Ein „runder Tisch“ wurde einberufen, der sich mit der Gestaltung des Parks beschäftigen sollte. Dieser zog sich über mehrere Jahre hin, bis Ende Januar 2017 die Ergebnisse vorgelegt wurden.

Zur Überraschung vieler Eimsbüttler gingen die Maßnahmen, die vom „runden Tisch“ vorgeschlagen und vom Kerngebietsausschuss beschlossen wurden, weit über das Bürgerbegehren hinaus.

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